Erfahrung als Leiterin des Shiatsupraktikums
in der Psychosomatik für Kinder und Jugendliche
im Wilhelminenspital Wien:
Kinder sind zart und empfindsam. Wir nähern uns ihnen spielerisch und beginnen mit Übungen, die Spaß machen und das Eis brechen. Erst wenn so eine Vertrauensbasis geschaffen wurde, beginnen wir langsam mit Hara Shiatsu und gehen sukzessive in die Tiefe.
- Die Kraft in Shiatsu liegt darin, durch Körperkontakt das Kind in seiner Entwicklung zu bestätigen – als ganzen, vollwertigen Menschen.
- Die Eltern als Bezugspersonen ihrer Kinder sollten bereit sein, auch sich selbst auf Hara Shiatsu einzulassen, dann sind enorme Erfolge möglich.
- Die häufigsten Symptome, unter denen Kinder auf der psychosomatischen Station leiden, sind Ess-Störungen wie Bulimie oder Anorexia, Verhaltensauffälligkeiten und Bettnässen. Leider beobachten wir eine dramatische Zunahme dieser Leiden bei Kindern!
- Die Ursachen liegen meist in einem stetig steigenden Leistungsdruck oder in belasteten Familienverhältnissen und existenziellen Ängsten.
Gerade in solchen Situtationen fehlt den Kindern oft ein positiver Körperkontakt, der ihnen auf nonverbaler Ebene das Gefühl von Geborgenheit und Akzeptanz vermittelt - Shiatsu kann das leisten.
Therapiezentrum Ybbs – Station für Alkoholabhängige und Nervenkrankheiten (OA Dr. Gerhard Willinger)
- Dort habe ich Shiatsu erfolgreich eingesetzt, um bei alkoholabhängigen und bipolaren PatientInnen wieder eine Verbindung zum eigenen Körper herzustellen. Der Körper wird eine Brücke zur Realität.
Krankenhaus Korneuburg und Mistelbach – Orthopädie
Im Rahmen meiner Assistenztätigkeit für das Hara Shiatsu Institut in Wien: In "The anatomy of body and mind centering " von B. B. Cohen wird die Entstehungsgeschichte des Körpers und der Körperhaltung durch den emotionalen Bezug vertieft und erweitert.
- Diese Philosophie wird in unsere Arbeit einbezogen: Hat zum Beispiel jemand mehrmals Brüche am selben Bein und weist zudem sehr "yange" Tendenzen auf, wird nicht nur seine motorische Mobilität behandelt, sondern auch seine Verhaltensmuster und seine Ernährungsgewohnheiten werden angesprochen.Wie bei den anderen Praktika arbeiten unsere Studenten hier unter Supervision und erhalten Feedback vom medizinischen Personal.
Für uns eine Herausforderung und für das Spital eine Bereicherung!